Tötungsdelikt in Meisenheim am 12.12.2009

In den Mittagsstunden des 12. Dezember 2009 eskalierte in Meisenheim ein Disput zwischen Eheleuten, als die 46jährige Ehefrau ihrem sechs Jahre älteren Partner erklärte, dass ihre bereits zuvor bekundete Absicht, sich von ihm trennen zu wollen, endgültig sei. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand war dies Anlass für den Mann, ein vor ihr auf einem Tisch liegendes Messer zu ergreifen und mit ihm auf die Frau einzustechen. Diese konnte dem Angriff zwar zunächst noch entkommen und aus dem Haus fliehen, brach dann aber noch auf dem Anwesen zusammen. Der Tatverdächtige, der ihr gefolgt war, zog seine Ehefrau in die zum Grundstück zählende Garage, wo sie später tot aufgefunden wurde.

Nach dem Ergebnis der Obduktion, die am Nachmittag des 14.12.2009 im Institut für Rechtsmedizin der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, durchgeführt wurde, verstarb die Frau infolge massiven Blutverlustes nach multiplen Stichverletzungen

Der Beschuldigte brachte sich bei dem anschließenden Versuch, sich das Leben zu nehmen, selbst schwere Verletzungen bei und brach schließlich auf der Terrasse bewusstlos zusammen. Er wurde dort gegen 14:00 Uhr von dem im Hause wohnenden, zur Tatzeit aber abwesenden 15-jährigen Sohn, der aus der ersten Ehe der Getöteten stammt, aufgefunden. Dieser veranlasste daraufhin die Verständigung von Rettungskräften, die bei der Nachschau im Haus dann auch auf die Leiche der Mutter des Jungen stießen.

Der schwerstverletzte Beschuldigte, der vom Krankenhaus Meisenheim zur intensivmedizinischen Versorgung mittels Hubschrauber in eine andere Klinik verlegt werden musste, ist inzwischen außer Lebensgefahr. Der gegen ihn auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bad Kreuznach am 14.12.2009 durch das Amtsgericht Bad Kreuznach erlassene Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags wurde dem Beschuldigten, der die Tat eingeräumt hat, noch am gleichen Tag durch die Haftrichterin des Amtgerichts am Ort der behandelnden Klinik eröffnet.